Manuelle Therapie

Was ist Manuelle Therapie für Kinder?

Die Manuelle Therapie ist ein Therapie-Konzept auf neurophysiologischer Grundlage. Wegbereiter für die Manuelle Therapie sind Osteopathen und Chiropraktiker, deren Kenntnisse und Erfahrungen die Grundlage für die Verbreitung dieses Therapie-Konzeptes in Deutschland ab den 50er Jahren darstellen. Die Manuelle Therapie befasst sich mit der Physiologie, Pathophysiologie und Prävention von reversiblen Funktionsstörungen am Haltungs- und Bewegungsapparat. Die Manuelle Therapie für Kinder ist ein Bestandteil der Manuellen Thera-pie, obwohl sie als spezielle Ausbildungsform nicht oder nur unzureichend existiert. Kinder-Manualtherapeuten haben sich ihr Wissen über Erfahrung und die stetige Arbeit mit Kindern im Zusammenhang mit eine qualifizierten Weiterbildung in Manueller Therapie angeeignet.

Manuelle Therapie ist eine zertifizierte, physiotherapeutische Zusatzausbildung, die vom Arzt verordnet werden muss und die auf gesonderte Weise mit den Krankenkassen abgerechnet werden kann.

Wen behandelt der Manual-Therapeut?

Der Manual-Therapeut behandelt angefangen vom Säuglingsalter alle Altersstufen. Eine Indikation für diese Therapie ist gegeben, wenn der Arzt die Diagnose gestellt hat und diese auf dem Rezept verordnet hat. Es kommt aber auch oft vor, dass mit Hilfe von manualtherapeutischen Untersuchungsmethoden auch während einer Behandlung eine oder mehrere Funktionsstörungen gefunden werden. Diese können dann nach Rücksprache mit dem Arzt vom Manual Therapeuten behandelt werden. Die Manuelle Therapie wird angewandt bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern sensomotorischen Bewegungsauffälligkeiten, mit Bewegungseinschränkungen der Gelenke (sog. Blockierungen) und segmentalen und peripher-artikulären Dysfunktionen.

Ziele der Manuellen Therapie

Ziel der Manuellen Therapie ist es, die am Bewegungsapparat vorhandenen, reversiblen Funktionsstörungen zu begleichen. Die dazu angewandten therapeutischen Maßnahmen können folgendes bewirken:

  • eine Wiederherstellung der eingeschränkten Gelenkbeweglichkeit
  • die Beseitigung aller lokalen, segmentalen Irritationen der autochtonen Rückenmuskulatur sowie des Bindegewebes und der Haut
  • die Beseitigung aller segmentalen Irritationen der peripheren Muskeln oder den segmental zugeordneten Hautzonen
  • versucht mit Hilfe verschiedener Maßnahmen die vorhandenen Funktionsstörungen am Bewegungsapparat zu beseitigen oder zu verbessern.Auf diesem Wege muss durch die zur Verfügung stehenden Untersuchungstechniken ein genauer Befund erstellt werden, der als Grundlage für die therapeutischen Maßnahmen anzusehen ist.

Zusammenfassend nimmt die Manuelle Therapie Einfluss auf die zentralnervöse Steuerung aller den Körper und dessen Strukturen betreffenden Regelkreise. Sie versucht diese wieder in einen physiologischen Gleichklang zu bringen und dabei jede Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit zu beheben.

Beeinflussende Faktoren

Die den Funktionsstörungen am Haltungs- und Bewegungsapparat zugrunde liegenden Erklärungsmodellen beziehen sich einerseits auf die Mechanik eines Gelenkes (Beispiel: die einfache Blockade eines Gelenkes) oder auf die „nervös-reflektorischen“ Funktionskreise der Wirbelbogengelenke aber auch peripheren Regelkreismechanismen. Die zur Therapie gehörenden Maßnahmen unterscheiden sich in

  • passive Mobilisationen der Gelenke
  • aktive Mobilisationen der Gelenke und deren Umgebung
  • Weichteiltechniken auch als vorbereitende Maßnahmen
  • die Manipulation (Mobilisation mit Impuls)

Die Kombination der einzelnen Maßnahmen trägt zur erfolgreichen Beseitigung der vorliegenden Funktionsstörungen bei.

Wann behandelt man? Wie früh beginnt man?

Die Manuelle Therapie kann und soll so früh wie möglich eingesetzt werden. Bei der Beantwortung dieser Fragen ist es völlig unwichtig, wie alt das Kind ist sondern vielmehr seit wann oder wie lange die vorliegende Funktionsstörung besteht. Ein früher Behandlungsbeginn ermöglicht ein in der Regel effektiveren Behandlungsverlauf als die auf einen späteren Zeitpunkt angesetzte Therapie.

Einsatz der Manuellen Therapie in unserer Praxis „Therapie für Kinder“

In unserer Praxis wird die Manuelle Therapie sowohl als Einzeltherapie aber in der Kombination mit anderen Therapieansätzen eingesetzt. Dabei eignet sich das neurophysiologische Denkmodell - das hinter der Manuellen Therapie steht – besonders gut in der Wechselwirkung der mobilisierenden Maßnahmen der Manuellen Therapie mit den stabilisierenden Übungen der Therapien nach Bobath oder Vojta.

Sollten Sie noch Fragen zu dieser Therapie haben, dann wenden Sie sich bitte an Ihren Therapeuten.